Donnerstag, 8. November 2007

das erste frühstück


nach der ersten nacht in der villa hildegard. gestern nachmittag das erste mal ankommen, ohne wieder wegzugehen. bleiben, die betten aufbauen, das erste mal in den noch nie gesehenen betten liegen. während im bad die armaturen angebaut werden vom bauleiter-mädchen-für-alles: scheiß armaturen. erst meckern, dann hinmuckeln, dann passen sie doch ganz wunderbar. das erste mal. licht einschalten, einen stecker in eine steckdose stecken. das erste mal für die genervten jungs pizza holen. und auch noch schnell die flex vom bautischlerfreund, um's ofenrohr passend zu schneiden. auch kaltes bier mitbringen. den kaminofen, von uns "mr. anderson" genannt, aufbauen, das erste mal anheizen. nach dem essen den durchlauferhitzer anschließen, wassertechnisch, und die sicherung fliegt raus. das erste mal wasser aus dem waschbeckenhahn, darunter noch kein waschbecken. wundern über die seltsame auf-und-zu-richtung der wasserhähne. wasser an die toilette anschließen. das erste mal auf die toilette gehen um 23.18 uhr, höchstselbst. das erste mal zusammen in den betten liegen und ins kaminfeuer gucken. in den dachstuhl gucken. fremden geräuschen zuhören. das erste mal schlafen, schlecht schlafen wegen der notmatratzen und weil es kalt wird - wir haben den gaswandheizer im bad ausgeschaltet über nacht: der erste fehler. morgens das erste mal gucken, wo die sonne aufgeht jetzt im november. das erste morgenlicht im haus und das erste mal rausgucken auf den pflaumenbaum, die meisen knabbern an den pflaumenmumien und wohl nicht zum ersten mal. das erste mal waschen mit kaltem wasser aus dem hahn und warmen wasser aus dem wasserkocher und in der mitgebrachten schüssel. der erste kaffee, im nachthemd, mit fleecejacke drüber, am kaminofen, im neuen alten haus, villa hildegard: das erste frühstück. reimt sich auf glück.

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